Margaret Fell war die Tochter von
John Askew und Margaret Pyper. Sie wurde 1614 in Marsh Grange (Lancaster, nahe
Dalton) geboren.
Posts für Suchanfrage george werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage george werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
20131212
Quäker, Alchemist, Kabbalist, Theosoph: Franciscus Mercurius van Helmont (1614-1699)
Franciscus Mercurius van Helmont wurde um 1614 in Vilvoorde bei Brüssel (damals Spanische Niederlande, heute Belgien) geboren. Über seine Kindheit und Jugend wissen wir wenig. Er scheint eine gute schulische Ausbildung erhalten zu haben, zu der auch das Erlernen der Hebräischen Sprache gehörte. Durch das Vermögen seines Vaters war seine finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Das leistete jedoch dem Gerücht Vorschub, er beherrsche die Kunst, Gold herzustellen. Auch soll er niemals krank gewesen sein. Wie schon sein Vater widmete er sein Leben der Heilkunst, als Universalgelehrter war er auch an Malerei, Mechanik und vielen anderen Künsten und Wissensgebieten interessiert. Praktisch beschäftigte er sich mit der Behebung von Rückgratverkrümmungen und der Arbeit mit Gehörlosen. Berühmt wurden seine Salben und Mixturen gegen hartnäckige Kopfschmerzen.
© wikimedia
20120108
Quäker der Woche (2): Christopher Atkinson
Christopher Atkinson stammte aus
Kendal, Westmorland, wo er um 1610 geboren wurde. Über seine ersten Jahrzehnte
ist nichts bekannt. 1652 wurde er nach einer Begegnung mit George Fox
(1624-1691) zum Anhänger der Quäkerbewegung. Bis zu seinem Ausschluss zählte er
zu den „Valiant Sixty“, zu den 60 ersten und bedeutendsten Quäkern, die in
England für ihren Glauben einstanden, öffentlich Zeugnis ablegten und
Verfolgungen zu erleiden hatten.
20120413
Quäker der Woche (16): Robert Rich
Robert Rich, geboren am 16.
November 1679 in London, stammte aus einer wohlhabenden Familie mit engen
Verbindungen zu adeligen Kreisen. Mit dem gleichnamigen Robert Rich, Second
Earl of Warwick (1587-1658), ist er jedoch nicht verwandt gewesen. Seine
Bildung war hervorragend, er wusste sich in gelehrten Kreisen ebenso zu bewegen
wie in den untersten Schichten der Gesellschaft. Er betätigte sich als Händler
wertvoller Kleidungsstücke, sog. „Cavaliersbekleidung“, und tätigte 1651 bis
1652 in London Handelsgeschäfte. Mehrere Schiffe waren sein Eigentum und
stellten die Verbindung zu seinen Plantagen auf Barbados und in Neu-England
her.
20120331
20170430
Zum Reformationsjubiläum 2017: Martin Luther - George Fox
Ein
Beitrag zur religionsgeschichtlichen Vergleichsforschung:
Luther
und Fox. Luthertum und Quäkertum
Ein methodisches Vorwort: der historische Vergleich
Die Geschichte des Luthertums und des Quäkertums fängt an, als
diese Begriffe noch gar nicht existierten, denn es ist mit Martin
Luther und George Fox im 16. bzw. 17. Jahrhundert zu beginnen. Da die
Quäker rund 150 Jahre nach Luther entstanden sind, finden sich schon
in ihrer Genese Elemente der Rezeption des Luthertums, was hier etwas
näher vorgestellt werden soll.
Luther (links) und Fox (rechts)
Freilich: Ein Vergleich dieser beiden Personen, und im weiteren Sinne
dieser beiden Glaubensgemeinschaften, bringt erhebliche
Schwierigkeiten mit sich, da es sich um verschiedene
Entstehungszeiten, verschiedene Glaubensformen sowie verschiedene
Länder und Sprachen handelt.
Bevor nun ein Vergleich zwischen Luther und Fox vorgenommen werden
soll, werden einige Worte über die Methode des Vergleichs
vorauszuschicken sein.i
In der Geschichtswissenschaft, weniger in der Theologie, aber
vermehrt wieder in den Religionswissenschaften, hat man sich intensiv
mit Vergleichen im Rahmen der historischen Komparatistik
auseinandergesetzt. Seit 1991 gibt es sogar eine Zeitschrift,
„Comparativ“, die sich dieser Methode verschrieben hat.
In der modernen Geschichtswissenschaft wurde schon seit Mommsen und
Ranke verglichen, wohingegen die wissenschaftliche Reflexion des
Vergleichs einhundert Jahre später einsetzte. Man kann also
Vergleiche vornehmen und dabei glänzende Ergebnisse erzielen, ohne
sich über das Instrumentarium bewusst zu sein, dessen man sich
bedient. Erst Otto Hintze und Marc Bloch haben – letztlich ohne
Erfolg – in den 1920er Jahren versucht, mit dem Vergleich
nationalstaatliche Paradigma zu überwinden, deren Forschungen später
von Hartmut Kaelble auf eine europäische Ebene gebracht und
weiterentwickelt wurden. Eine bis heute anhaltende Diskussion hat die
Vergleichsproblematik in der Zeitgeschichte, entstanden am
Diktaturenvergleich des „Dritten Reichs“ mit der DDR, worin es
aber weniger um die Methode, sondern um die politische Legitimität
von Vergleichen geht.
20120107
Internationale Beziehungen anno dazumal
Wie einigen Lesern ja bekannt sein dürfte, war Friedensthal die einzige
Quäkerkolonie, die auf dem europäischen Kontinent existierte. Eine kleine
Sensation! Ab 1792 wurde die Kolonie aufgebaut, mit schriftlicher Erlaubnis und
handfester Förderung des Landesherrn, Friedrich Karl August von Waldeck-Pyrmont
(1743-1812). Straßen, Wohnhäuser und Fabriken entstanden. Ludwig Seebohm
(1757-1835), die zentrale Figur der Siedlung, gründete sogar eine Buchpresse, David
Frank ließ Eisenwaren herstellen und Theodor Marschhausen stand der ersten
deutschen Quäkerschule vor. Man bemühte sich um eine liberale Pädagogik,
vertrieb die neuesten Quäkerschriften und Judith Bawier gründete eine moderne Mädchenschule.
In Pyrmont baute man ein geräumiges Versammlungshaus – übrigens gar nicht einmal
das erste, wie man oft liest, sondern das zweite nach dem in Friedrichstadt von
1678. Bekannte Besucher der Quäkerkolonie waren der Dichter Matthias Claudius
(1740-1815), die Prinzessin Louise von Preußen (die bei Seebohm auf einen
Kaffee vorbeischaute) und auch Johann Wolfgang von Goethe, der allerdings kein Quäker wurde. Wäre er konvertiert, bräuchte man sich heute über Nachwuchs
keine Sorgen machen.
Besuch aus fernen Landen: Quäker ante portas (Museum im Schloss Bad Pyrmont, Bildersammlung)
20120311
Quäkerin der Woche (11): Sarah Grubb
Sarah wurde als Tochter von
William und Elizabeth Tuke aus York am 20. Juni 1756 ebenda geboren. Sie ist
nicht zu verwechseln mit weiteren Quäkerinnen, die den gleichen Namen tragen:
Sarah Grubb (1746-1832), geborene Pim, verheiratet mit John Grubb, Sarah Grubb
of Sudbury, geb. Lynes (1773-1842),
verheiratet mit John Grubb (1766-1841), Sarah Grubb (1781-1855),
verheiratet mit Francis Davis (1777-1863) und Sarah Grubb (1846-1932),
verheiratet mit Stanley Pumphrey (1837-1881). Zusammen mit den beiden
erstgenannten wird Sarah Grubb aus York zu den „drei Sarah Grubbs aus Clonmel“
gerechnet.
Ihre Mutter verstarb, als Sarah
Grubb gerade vier Jahre alt geworden war. Mit neun Jahren wurde Esther Tuke
(1727-1794) ihre Stiefmutter. 1772 pflegten die beiden Frauen den sterbenden
John Woolman (1720-1772), der auf dem Sterbebett an Sarah Tuke folgende Worte
richtete: „My child, thou seems very kind to me, a poor creature. The Lord will reward you for it“ (Skidmore, Grubb, 1998, S. 26).
20120408
Quäker der Woche (15): John Perrot
Viele kennen den Quaker Parrot, doch den Quäker Perrot wohl kaum, obwohl er seine letzten Lebenstage (zufällig?) genau dort verbrachte, wo diese Quäker-Vögel zu Hause sind.
John Perrot wurde in Waterford (Irland) geboren, sein Geburtsjahr ist
unbekannt. Er gilt als ein illegitimer Sohn des Sir John Perrot (um 1527-1592),
der wiederum ein illegitimer Sohn des Königs Henry VIII. (1491-1547) gewesen
war.
20121231
Vom Islam und der Seelenwanderungs-Lehre: George Keith (1638-1716)
Es ist so gut wie unbekannt, dass die Quäker auch eine islamische Wurzel haben. Ich verdanke den Hinweis auf die folgenden Überlegungen Professor G. Lischke, dem ich zu einem besonderen Dank verpflichtet bin, dass er mich auf diese spannenden Zusammenhänge aufmerksam machte: Ibn Tufail (1105-1185) war Leibarzt und Wesir des Almohaden-Kalifs Abu Jakub Jusuf. Seine Schriften sind leider verloren, mit einer Ausnahme: Den zur Falasafa des Islam gehörenden Romans „Hayy ibn Yaqzan“ (erwähnenswert ist, dass er der Lehrer und Förderer des größten islamischen Philosophen, Abu Walid Ibn Rushd war, dessen Aristoteles-Kommentar bis heute als einer der Besten gilt).
20120114
Quäker der Woche (3): Edward Burrough
Edward Burrough wurde als Sohn
des Amtmannes James Burrough um das Jahr 1634 in dem Ort Underbarrow (bei
Kendal, Westmorland) geboren. Er hat eine höhere schulische Ausbildung
erhalten, und sein Charakter war nach dem Urteil vieler Zeitgenossen früh
ausgereift. Vom Elternhaus her war er als Anglikaner aufgewachsen, doch suchte
er schon früh verschiedene Konfessionen und Denominationen auf, um eine „Gemeinschaft
in der Wahrheit“ zu finden. Zunächst hielt er sich kurzzeitig zu den
Puritanern, später zu den Presbyterianern. Im Jahre 1652 hörte er eine Predigt
von George Fox (1624-1691) in Kendal, die ihn spontan überzeugte, so dass er
sich im Alter von 17 Jahren der Bewegung anschloss, die später den Namen Quäker
führte.
20120129
Quäkerin der Woche (5): Mary Dyer
Mary Dyer entstammte der Barrett-Familie zu Quindon (Essex) und wurde wahrscheinlich 1591 in London geboren. Um sie nicht mit der Shakerin Mary (Ann) Dyer zu verwechseln, wird sie Mary Dyer, die Märtyrerin, genannt. Nach einer Legende soll sie eine Tochter einer geheimen Heirat von
Arabella Stewart und William Seymour sein, wodurch ihr Thronansprüche nach dem
Tode Charles I. (1649) angedichtet wurden. Sie hatte eine gute Ausbildung
erhalten und war sprachlich talentiert, ihre Reden und Predigten überzeugten
und beeindruckten. Um der außergewöhnlichen Wirkung ihrer Sprachmächtigkeit
vorzubeugen, wurde 1660 auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung getrommelt, so dass ihre
letzte Predigt von niemandem gehört werden konnte.
20140526
"No pain no gain" oder „Ohne Kreuz keine Krone“: dritte Auflage in Vorbereitung
„Ohne Kreuz keine Krone“ ist vielleicht das bekannteste und erfolgreichste Buch von William Penn. Es wurde nicht nur von Quäkern über Jahrhunderte gerne gelesen, sondern auch von vielen Christen anderer Konfessionen. Lange Zeit stand keine deutsche Übersetzung zur Verfügung, bis Olaf Radicke und Claus Bernet eine Studienausgabe gestaltet haben. Nützlich sind vor allem das umfangreiche Register und die Bibelverweise zu den einzelnen Kapiteln.
Das Buch geht nun seiner dritten Auflage entgegen. Ich habe an dem Text und dem Apparat keine Fehler mehr entdeckt, falls aber jemand noch konstruktive Anregungen oder Tipps hat, kann er sich dazu gerne an Herrn Radicke (München) wenden, der die Hauptarbeit an diesem Projekt leistet: briefkasten@olaf-radicke.de
Das „Journal“ (spirituelle Tagebuch) von George Fox, das Buch
„Früchte der Einsamkeit“ von William Penn und das Tagebuch von
John Woolman waren (und sind) nicht nur im Quäkertum äußerst
beliebt, sondern zählen sogar zur Weltliteratur. Sie wurden vielfach
aufgelegt und in viele Sprachen übersetzt. Unmittelbar danach,
gewissermaßen auf dem undankbaren vierten Platz, folgt schon „Ohne
Kreuz keine Krone“.
Ich will im Folgenden der Frage nachgehen, wer diese Schrift aus
welchen Gründen übersetzt hat, und anschließend davon berichten,
wie „Ohne Kreuz keine Krone“ aufgenommen wurde. Mit großer
Sicherheit ist Ludwig Seebohm Übersetzer der Fassung von 1825 (1).
Die deutschen Quäker haben diesem Ludwig Seebohm viel zu verdanken.
Seebohm ist gewissermaßen eine kleine Ausgabe des großen Penn. Es
gibt unzählige Gemeinsamkeiten: Beide waren Kolonisten (Penn
gründete einen Staat, Seebohm eine Kolonie), beide waren überzeugte
Quäker, beide hielten Mission als Grundvoraussetzung für das
Überleben der Gesellschaft, beide haben vielerlei Schriften und
Traktate für das Quäkertum verfasst, und beide waren auch
leidenschaftliche Prediger.
20120224
Quäkerin der Woche (9): Mary Fisher
Mary Fisher wurde um 1623 in
Selby nahe Yorkshire geboren und arbeitete sehr früh als Magd im Hause von
Richard und Elizabeth Tomlin(g)son of Selby. Nachdem sie sich seit 1651/52 zu
der Quäkerbewegung hielt, wurde sie sogleich für mehr als eineinhalb Jahre
zusammen mit weiteren Quäkern in dem Gefängnis zu York festgehalten. Hier
schrieb sie ihr erstes und einziges Werk „False Prophets and False Teachers
Described“ (1652). Die Schrift ist auch von ihren Mitgefangenen Thomas Aldam,
Elizabeth Hooton (um 1600-1672), William Pears, Benjamin Nicholson (gest. 1660) und Jane Holmes unterzeichnet.
Unmittelbar nach ihrer Entlassung begab sie sich zusammen mit der Quäkerin
Elizabeth Williams 1654 zum Sidney Sussex College in Cambridge, wo beide mit
Studenten zusammengerieten. Diese wurden von den Frauen ermahnt, von ihrer
hochmütigen Buchgelehrsamkeit abzulassen und sich der Wahrheit zuzuwenden, was
die Studenten derart aus der Fassung brachte, dass sie begannen, Mary Fisher zu
steinigen.
20120422
Silas Wanjala und seine augenblickliche Quäkerarbeit: ein Interview
Ich bin zurückhaltend, hier auch englischsprachige Meldungen zu bringen - meistens wird solches auf einem deutschen Nachrichtenblog doch nicht gelesen. Jetzt mache ich aber eine Ausnahme. Am 20. April 2012 hat mir Wolfgang Hertle den folgenden Text zugeschickt, den ich für die augenblickliche Arbeit des AFSC überaus informativ halte, und in dem es auch um Deutschland geht. Der Verfasser, Silas Wanjala, lebt augenblicklich in Pendle Hill, einer internationalen Quäkergemeinschaft in Pendle Hill, die ich schon vier Mal besucht habe und wo ich den Verfasser auch einmal persönlich kennen lernen durfte.
Note: The below interview by Silas Wanjala is the first in a
series of interviews with Quaker activists.
I define activist in the broadest sense – those working to help to mend
and heal the world, to create justice and peace from many vantage points. In
order for peace to flourish, it’s my belief that we need many hands working in
disparate ways to unravel the net of injustice and weave a web of compassion
and love. - Lucy
by Silas Wanjala
George Lakey is a Quaker activist and expert in nonviolent
activism. George is a Visiting Professor and Research Fellow at Swarthmore
College and is active in the Earth Quaker Action Team. Over the course of his
career, Lakey has led 1,500 workshops on five continents. He has worked with
Cesar Chavez in leading strategy workshops for activists; in the Burmese jungle
he taught the theory of nonviolent struggle to pro-democracy students in a
guerrilla encampment; and preceding the 1994 elections in South Africa, he
co-led peacekeeping workshops with African National Congress members and others
in skills of nonviolent intervention.
20120104
Deutsche Quäker und Pressefreiheit 1930
Kunst und Quäker interessieren. Jetzt hat mich Dr. Horst Sebastian angeschrieben, der über den Prozess arbeitet, der gegen George Grosz
geführt wurde.
20120430
Herrnhuter Brüdergemeine und Quäker: Tierschutz im 19. Jahrhundert
Tierschutz ist eines der Anliegen,
welches sowohl die Quäker als auch die Herrnhuter Brüdergemeine beschäftigte.
Das Eintreten der Quäker für den Tierschutz belegt diese schöne Zeichnung von 1841: Eine Gruppe Schaulustiger beobachtet einen Hahnenkampf, der Quäker steht missbilligend abseits.
Ludwig Nikolaus von Zinzendorf, der Gründer der Brüdergemeine, lebte von 1700
bis 1760. Er wurde in Sachsen geboren und in Halle an der Saale ausgebildet. Ab
1722 errichtete er mit böhmischen Glaubensflüchtlingen die pietistische
Siedlungsgemeinschaft Herrnhut, von der aus weitere Siedlungen gegründet
wurden. Die politische Situation in der Mitte des 18. Jahrhunderts und die
spezifische Frömmigkeit der Herrnhuter, die sich an der liebenden
Herzensneigung zu Christus maß, ließen die Brüdergemeine mit eigener
Verfassung, Synode und Kirchenleitung zur evangelischen Freikirche außerhalb
der lutherischen Kirche werden.
Quäkerin der Woche (18): Martha Simmonds
Martha Simmonds wurde im Januar des
Jahres 1624 in der Gemeinde Mere (Somerset ) als Tochter von George und Elizabeth Calvert geboren. Am 28.
Januar 1624 wurde sie getauft. Giles Calvert (1612-1663), ein Buchdrucker der
Quäker, war ihr älterer Bruder. Marthas Ehemann Thomas Simmonds arbeitete
ebenfalls als Buchdrucker und verlegte die Schriften seiner Frau. Ab den frühen vierziger Jahren lebte sie mit ihrem
Ehemann in London. Bereits im Jahre 1654 bekannte sich
Martha Simmonds in London öffentlich zum Quäkertum, nachdem sie vierzehn Jahre
auf der religiösen Suche gewesen war. Während des Jahres 1655 reiste sie in
Begleitung von James Parnell (Parnel) als Predigerin in Ostengland umher. Um ihrem Schmerz über die Sünden der Menschheit
und über die Gefangenschaft vieler Quäker Ausdruck zu verleihen, kleidete sie
sich zeitweise mit einem Sack, streute Asche über ihr Haupt und trug keine
Schuhe mehr.
20130425
Der Theologe Samuel Fisher (1605-1665)
Der Quäker Samuel Fisher ist nicht zu verwechseln mit einem Namensvetter, Samuel Fisher (1742-1803), einem Baptistenprediger aus Norwich. Samuel Fisher aus Northampton (der spätere Quäker) wurde ebenda am 9. Dezember 1605 getauft. Sein Vater John Fisher unterhielt ein Handelsgeschäft für Hüte. Sein Studium schloss Samuel Fisher 1627 mit einem Bakkalaureat an der Universität von Oxford, Trinity College, und einem Magister an der New Inn Hall drei Jahre darauf ab. Im Jahre 1627 war Fisher vom Bischof zu Peterborough ordiniert worden. Fisher wurde zunächst Kaplan bei einem adeligen Puritaner. Nach einer weiteren Priesterweihe 1643 bei den Presbyterianern wurde er Priester in der Gemeinde Lydd (Grafschaft Kent). Jährlich verdiente er zweihundert Pounds - für damalige Verhältnisse ein kleines Vermögen.
20140526
Ein Brief von George Fox an die Bürger der Stadt Hamburg (1679)
Hamburg in der zweiten Hälfte des 17. Jhdts., source wikimedia
1679 war die Hansestadt Hamburg von Bürgerunruhen betroffen, an denen orthodoxe Geistliche mit zum Teil widersprechenden Interessen beteiligt waren. Mitten in diese Unruhen hinein erreicht die Bürger auch noch ein „Warnbrief“ des Quäkers George Fox. Dieser Brief hat den Titel „Eine Warnung an die Obrigkeit, Prediger und das Volck der Statt Hamburg. Auf daß sie nicht hoffärtig seyn, sondern sich für (vor, C.B.) dem Herrn demütigen mögen“.
Die Entstehungsgeschichte ist kompliziert; ich habe sie 2002/2003 zusammen mit Annette Fricke (Lünen) zu rekonstruieren versucht. Der daraus entstandene Fachbeitrag konnte dann einige Jahre später in der „Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte“ erscheinen (Band 58, Heft 1, 2006, S. 62-66.
Interessierte können ihn hier lesen.
Interessierte können ihn hier lesen.





_-Argentina-8.jpg)


