Montag, 26. Mai 2014

"No pain no gain" oder „Ohne Kreuz keine Krone“: dritte Auflage in Vorbereitung


„Ohne Kreuz keine Krone“ ist vielleicht das bekannteste und erfolgreichste Buch von William Penn. Es wurde nicht nur von Quäkern über Jahrhunderte gerne gelesen, sondern auch von vielen Christen anderer Konfessionen. Lange Zeit stand keine deutsche Übersetzung zur Verfügung, bis Olaf Radicke und Claus Bernet eine Studienausgabe gestaltet haben. Nützlich sind vor allem das umfangreiche Register und die Bibelverweise zu den einzelnen Kapiteln.

Das Buch geht nun seiner dritten Auflage entgegen. Ich habe an dem Text und dem Apparat keine Fehler mehr entdeckt, falls aber jemand noch konstruktive Anregungen oder Tipps hat, kann er sich dazu gerne an Herrn Radicke (München) wenden, der die Hauptarbeit an diesem Projekt leistet: briefkasten@olaf-radicke.de

Das „Journal“ (spirituelle Tagebuch) von George Fox, das Buch „Früchte der Einsamkeit“ von William Penn und das Tagebuch von John Woolman waren (und sind) nicht nur im Quäkertum äußerst beliebt, sondern zählen sogar zur Weltliteratur. Sie wurden vielfach aufgelegt und in viele Sprachen übersetzt. Unmittelbar danach, gewissermaßen auf dem undankbaren vierten Platz, folgt schon „Ohne Kreuz keine Krone“.
Ich will im Folgenden der Frage nachgehen, wer diese Schrift aus welchen Gründen übersetzt hat, und anschließend davon berichten, wie „Ohne Kreuz keine Krone“ aufgenommen wurde. Mit großer Sicherheit ist Ludwig Seebohm Übersetzer der Fassung von 1825 (1). Die deutschen Quäker haben diesem Ludwig Seebohm viel zu verdanken. Seebohm ist gewissermaßen eine kleine Ausgabe des großen Penn. Es gibt unzählige Gemeinsamkeiten: Beide waren Kolonisten (Penn gründete einen Staat, Seebohm eine Kolonie), beide waren überzeugte Quäker, beide hielten Mission als Grundvoraussetzung für das Überleben der Gesellschaft, beide haben vielerlei Schriften und Traktate für das Quäkertum verfasst, und beide waren auch leidenschaftliche Prediger.

Bei den deutschen Quäkern war Seebohm nicht beliebt – für Beliebtheiten war Seebohm zu direkt, zu geradlinig, zu unbeugsam. Unter den vielen Illiteraten, selbstgenügsamen Bauern und Handwerkern unter den deutschen Quäkern war Seebohm eine einsame Ausnahmegestalt. Unter den Lutheranern oder Katholiken hätte er es als Stubengelehrter weit gebracht – aber bei den Quäkern war nichts dergleichen zu erwarten – das war sein Kreuz.
Seebohm stammt aus Pyrmont, der Stätte seines lebenslangen Wirkens, wo er 1757 geboren wurde (2). Er wuchs ihn behüteten Verhältnissen auf, lernte Französisch, Englisch und sogar Latein. Durch seine Heirat mit Juliane von Borries hatte er sogar Zugang zum niederen Adel – das hatte den Effekt, dass später hochrangige Besucher wie Katharina Pawlowna (1788-1819, die Schwester des russischen Zaren) oder die preußische Königin Luise (1776-1810) die Familie Seebohm besuchten, die damit Kontakte bis an den Königshof in Berlin hatte. Immer wieder korrespondierte Seebohm mit der Regierung in Berlin und verhandelte über das Recht auf freie Religionsausübung der Quäker im preußischen Minden, über das Recht der Kriegsdienstverweigerung und über das Problem der Anerkennung von Quäkerehen.
Seebohm führte ein relativ sorgloses Leben, bis 1790 sein Geschäft für Mode- und Luxuswaren pleite ging – sein Grossist aus Frankreich konnte wegen der französischen Revolution nicht mehr liefern. Ähnlich wie Penn durchlitt auch Seebohm eine religiöse Sinnkrise und erlebte anschließend eine geistige Wiedergeburt. Er versuchte nun, in England neue Handelskontakte zu knüpfen, lernte dabei die Quäker, darunter den Philanthropen George Dillwyn (1738-1820), kennen (3). Seebohm erkannte sofort die Notwendigkeit der Werbung und organisierte sogleich Buchsendungen nach Deutschland, darunter Barclays „Apologie“, Sewels „Geschichte der Quäker“ und eben auch Penns „Call to Christendom“, das am besten dasjenige ausdrückte, was Seebohm sich erhoffte: eine Metanoia hin zum reinen Frühchristentum und eine echte Herzensbekehrung aller Taufscheinchristen.
Seebohm verweigerte nun gemeinsam mit seiner Frau gegen Jahresende 1790 die Zahlung der kirchlichen Taufgebühren: Das war der erste zivile Ungehorsam eines Quäkers auf deutschen Boden seit langer Zeit. Ein Versuch des Pyrmonter Konsistorialrats Johann Steinmetz (1739-1814), der das Kind in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zwangstaufen wollte, schlug fehl, die kleine Johanne blieb ungetauft. Wegen weiterer sozialer Auffälligkeiten und Protestaktionen wurde Seebohm, wie einst Penn, schließlich inhaftiert, wenn auch nur für kurze Zeit (4). Ende Januar 1791 kam es in Pyrmont zu einer kleinen Sensation: Friedrich von Waldeck (1743-1812), ein leidenschaftlicher Freimaurer, Freigeist und vor allem weitsichtiger und toleranter Landesherr, stellte den Quäkern eine Duldungsakte aus – hier konnte sich Seebohm wie sein Vorbild Penn vor König Charles II. fühlen. Zwar bekam er keine Kolonie vermacht, wie Penns Pennsylvanien, aber doch immerhin einen beträchtlichen Streifen Wald, der nun urbar gemacht werden musste. Seebohm baute dort zunächst sein eigenes Wohnhaus, dann Manufakturen, Mühlen und weitere Wohnbauten. Die Kolonie, Friedensthal genannt, wuchs, immer mehr Quäker fanden sich ein.
Von Anfang an war Seebohm der unbestrittene Anführer, der intellektuelle Kopf und der charismatische Leiter seiner eigenen kleinen Gemeinde. Anerkennung und Legitimation von außen ließen nicht lange auf sich warten: 1798 war Seebohm von den amerikanischen Quäkerinnen Mary Swett (ca. 1739-1821), Sarah Harrison (1746-1812) und Charity Cook (1745-1822) unter Handauflegung und den Worten „Ich salbe dich mit dem Freuden-Öl, mehr als deine Genossen“ zum „recorded Minister“ ernannt worden (5). Diese sogenannte „Liebestaufe“ oder Salbung, die nach 1. Johannes 2,27 als Verschmelzung mit dem Heiligen Geist gedeutet wurde, stärkte seine Führungsposition und Autorität erheblich.
Im Gegensatz zu manchen Idealisten war Seebohm klar, dass der Mensch nicht von Brot alleine lebt, sondern dass die neuen Quäker nach geistiger Nahrung verlangten. Hier half ihm sein Sprachtalent, und er fand immer wieder die Zeit und Ruhe, sich an eigene Texte zu machen – am bekanntesten sind hier vielleicht seine „Bemerkungen über verschiedene Gegenstände des Christentums“, die er bereits 1794 veröffentlichte. In den ersten Jahren trat Seebohm auch als Verfasser strenger Mahn- und Trostbriefe hervor, die an Einzelpersonen wie auch an die ganze Gemeinde gerichtet sein konnten. Darunter finden sich Warnungen vor dem „falschen Licht“, vor dem Alkohol oder vor dem Hochmut – alles Themen, die Seebohm, wie er betont, aus eigener Erfahrung allzu bekannt waren, die aber auch der deutschen Quäkergemeinde zu schaffen machten (6).
Vor allem Schriften von Robert Barclay und William Penn brachte er ins Deutsche und sorgte für ihre Verbreitung. Beispielsweise überreichte er 1830 persönlich dem Philosoph Karl Christian Friedrich Krause (geb. 1781) eine Ausgabe seiner Übersetzung Penns „Früchte der Einsamkeit“ (7). Das Werk von Krause wird diese Gabe kaum beeinflusst haben, denn Krause verstarb schon 1832. Ein weiteres Interessensgebiet waren Schulbücher. Seebohm verfasste eine englische Grammatik sowie ein „Buchstabier-Lesebuch zum Unterrichten“ – das erste Quäkerbuch für Kinder in deutscher Sprache! Den Druck seiner Schulbücher, immerhin 300 Exemplare insgesamt, übernahm er in eigener Verantwortung. Der Verkauf ging jedoch derart schlecht, dass Seebohm schließlich die überschüssigen Exemplare den deutschen Quäkern schenkte (8). Freilich wurden die Bücher auch in seiner eigenen Schule verwendet, denn Seebohm gab bereits 1796 fünfundzwanzig Kindern Unterricht. Seine pädagogischen Fähigkeiten waren geschätzt, sogar aus England wurden Kinder nach Friedensthal gebracht, wo sie für meist ein Jahr die deutsche Sprache lernten (9).
Nachweislich beabsichtigte Seebohm um das Jahr 1791, das gesamte Alte Testament neu zu übersetzen. Grundlage sollte unter anderem die englische Übersetzung der Berleburger Bibel sein (10). Wahrscheinlich ist er von dem Pastor Johann Friedrich Delkeskamp (1731-1805), mit dem er sich darüber beriet, abgehalten worden, da dieser zu einer Bibelübersetzung ohne Griechisch- und Hebräischkenntnisse abriet. So kam es leider nicht zu dem bemerkenswerten Vorhaben einer Quäkerbibelübersetzung, die damals die erste weltweit gewesen wäre.
Gelegentlich ergaben sich für Seebohm auch auswärtige Übersetzungsaufträge. 1795 erhielt er vom Londoner „Meeting for Suffering“, einer wichtigen Quäkerbehörde in London, 2,2 Pfund für die Übersetzung der Schrift „Serious Call“ von Benjamin Holme (1683-1749). 1802 erhielt er für Übersetzungsarbeiten 47 Pfund vom Meeting for Sufferings überwiesen, und 24 Pfund für die Übersetzung von William Tukes „Principles“ 1816 (11).
Nun war es mit dem Übersetzen alleine nicht getan, die Bücher mussten auch gedruckt werden. Hier machten die Druckereien, die ja stets in konfessioneller Hand waren, immer wieder Schwierigkeiten. Daher wurde in Friedensthal eine eigene Buchdruckerei, die erste deutsche Quäkerpresse, eingerichtet, und, um gleich richtig loslegen zu können, auch eine Papierfabrik errichtet. Alle in Friedensthal entstandenen Drucke stammen aus diesem Betrieb. Die Schriften wurden zu Werbezwecken unter Pietisten verteilt – so erhielt beispielsweise David Francks bis 1795 einhundert Drucke von Seebohm nach Exten (bei Porta Westfalica) zugeschickt, um sie dort zu verteilen. Friedensthaler Druckerzeugnisse fanden sogar den Weg über den Atlantik in amerikanische Haushalte in Germantown, Philadelphia und Baltimore. Einige der Bücher wurden auch in der Helwingschen Hofbuchhandlung zu Pyrmont und Hannover vertrieben – offensichtlich hatte man in Hannover Dank der Personalunion des Welfenhauses (der Kurfürst von Hannover war gleichzeitig englischer König) Quäker kennen gelernt oder hatte zumindest eine gute Meinung von diesen gewonnen.
Die Französische Revolution, die Koalitionskriege und dann die Freiheitskriege setzten der vielversprechenden Kolonie ein abruptes Ende. Auch Seebohm geriet in eine Finanzkrise und musste sogar Schulden machen: In Bremen lieh er sich von dem Hamburger Kaufmann Johann Christoph Saphir und dem Bremer Senator Johann Vollmer (1753-1818) je 1.500 Louis d’or (7.500 Reichstaler) (12). Das Leihen von Geldern widersprach damals den Grundsätzen der Quäker, und Verstöße wurden hier sehr ernst genommen. Seebohms Ansehen wurde zunächst von den Londoner Quäkern wiederhergestellt: Im Mai 1799 sammelten Londoner Quäker Gelder mit dem Ziel, Seebohm schuldenfrei zu machen. Dabei wurde festgelegt, dass ein etwaiger Überschuss für den Bau eines Schulraumes und eines Versammlungshauses Verwendung finden sollte. In der erhaltenen Liste der edlen Spender finden sich Namen der bedeutendsten Quäker um 1800: der bereits erwähnte George Dillwyn, der Meteorologe Luke Howard (1772-1864) oder der Sozialreformer William Tuke (1732-1822). Ende 1799 bis 1800 kam es dann tatsächlich zu dem Bau dieses Versammlungshauses, wofür Seebohm den Grundriss zeichnete. Das noch heute vorhandene Pyrmonter Quäkerhaus ist also eigentlich den Schulden Seebohms zu verdanken.
Im Winter 1806/07 ereignete sich eine neue Katastrophe: das Friedensthaler Haus der Familie Seebohm wurde von marodierenden französischen Truppen geplündert, während sich Julia Seebohm mit ihren Kinder auf dem Dachboden versteckt hielt, den Überfall unbeschadet überstand, aber kurz darauf entkräftet verstarb. Die finanzielle Lage Seebohms hatte sich auch nach der Entschuldung nicht grundlegend verbessert und er musste sich nach neuen Einnahmequellen umsehen. Die Quäkerpublikationen warfen nichts ab, der Handel lag danieder, die Schule brachte viel Mühsal und Ärgernis, aber kaum Einnahmen. Da zeichnete sich ein Silberstreifen am Horizont ab: 1805 trat der neue Fürst Georg (1747-1813) die Herrschaft von Pyrmont an. Unter diesem war Seebohm ab 1807 als fürstlicher Brunnendirektor und als Baudirektor tätig.
Im August 1813 musste Seebohm jedoch eine erhebliche Gehaltskürzung hinnehmen und verschuldete sich erneut. Bei einer stattlichen Anzahl von Personen – darunter selbst der Gastwirt Franz Reesen im nahegelegenen Aerzen – stand Seebohm in der Kreide (13). Diesmal halfen die Quäker nicht. Um seine Einnahmen zu steigern, vermietete Seebohm schließlich sein Friedensthaler Haus und zog mit seinen Kindern als Witwer für einige Monate nach Pyrmont. In seiner Verzweiflung entwickelte Seebohm ganz unterschiedliche Projekte. Zunächst will er mit seinem Sohn Benjamin, der schon längst nach England emigriert war und dort ein besseres Leben führte, in den Export von Besteck und in den Wollhandel einsteigen (14). Dann wieder empfiehlt er, in Pyrmont eine Brauerei einzurichten, denn „good beer brings people in from drinking drams (Branntwein), and is healthy and nourishing“ (15). 1819 beschäftigte er sich mit dem Vorhaben, Pyrmont zu einem internationalen Messeplatz neben Leipzig, Braunschweig und Hannover zu etablieren. Dazu sollten in Pyrmont neue Gewölbe zur Warenlagerung gebaut werden. Sein umfangreiches Gutachten, das erhalten ist, wurde jedoch vom Fürsten nicht umgesetzt (16), und auch aus den anderen Vorhaben wurde nichts.
Welche Stellung hatte Seebohm zu dieser Zeit unter den Quäkern? Ab 1807 nahm er nicht mehr an den Geschäftsversammlungen und den Andachten der Quäker teil. 1808 wurde von den deutschen Quäkern nach London die Nachricht gegeben, die gesamte Korrespondenz ausschließlich an Ludwig Heydorn, Diedrich Seebohm oder Heinrich Meyer zu richten, jedoch keinesfalls länger an Ludwig Seebohm – diesem könne man nicht trauen (17). Die Quäker hatten seiner Tätigkeiten bei Hofe gegenüber Vorbehalte, da sie ihn aus Friedensthal hinausführte und von der einfachen Quäkergemeinschaft zu entfremden drohte. Die Tätigkeit beim Fürsten wurde als ein gefährliches Einlassen mit der Obrigkeit angesehen. Die Gunst des neuen Fürsten habe sich Seebohm erschlichen, indem er sich als zuverlässiger und vertrauenswürdiger Quäker für dessen Handelsgeschäfte prostituiert habe (18). Dann gab es immer wieder finanzielle Ungereimtheiten: 1807 hatte Seebohm einen Wechsel über 48 Pfund eingelöst – eine stolze Summe in Krisenzeiten. Seebohm hatte sich dabei nicht mit dem Schulausschuss verständigt, sondern eigenmächtig gehandelt, und die deutschen Quäker beschwerten sich nun zu Recht in London, dass der Wechsel – entgegen der Handelssitte – akzeptiert worden war, obwohl er allein die Unterschrift Seebohms trug (19).
Wie häufig bei solchen Konflikten ging es um etwas ganz anderes. Schon seit langem war das Verhältnis zwischen Ludwig Seebohm und Heinrich Meyer angespannt (20). Heinrich Meyer war ebenfalls bei den deutschen Quäkern von Anfang an dabei, arbeite in vielen Ausschüssen mit und verfasste sogar Schriften der deutschen Quäker. Er blieb jedoch hinter Seebohm als ewiger Zweiter zurück und konnte das offensichtlich nicht ertragen. Als Mitglied im Schulausschuss war er 1807 von dem eigenmächtigen Verhalten Seebohms unmittelbar betroffen und betrieb nun offen die Exkommunikation Seebohms.
1810 ist Seebohm noch formal Mitglied der Quäkergemeinde (21), kurz darauf muss er entweder die Gesellschaft von sich aus verlassen haben oder wurde, was zu vermuten ist, von ihr ausgeschlossen. Seebohm akzeptierte jedoch diesen Ausschluss keineswegs, sondern bestand auf seiner weiteren Teilnahme am Sozialleben der Quäkergemeinde. In den Andachten, die er seit 1811 wieder kontinuierlich besuchte, riefen seine Predigten nur Beklommenheit und Beschämung hervor. Ein Ausschluss von den öffentlichen Andachten war jedoch kaum möglich – anders als von den internen Geschäftsversammlungen, zu deren Teilnahme Seebohm kein Recht mehr hatte. Dennoch versuchte er drei Mal, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen (so stellten es die Quäker jedenfalls dar) (22).
Das Leben Seebohms als bekanntester deutscher Quäker ging auch ohne formale Mitgliedschaft weiter. Zunächst fand er Trost in weiblichen Armen: Im Sommer 1815 heiratete er Louise Henriette Eisel aus Rinteln (1790-1870). Obwohl Eisel reformierten Glaubens war und ihr zukünftiger Mann ein ehemaliger Quäker, fand die Hochzeitsfeier in der lutherischen Oesdorfer Kirche (gehört heute zu Bad Pyrmont) statt – eine eigenartige ökumenische Veranstaltung. Noch wenige Jahre zuvor war Seebohm in Ausschüssen tätig gewesen, die Mitglieder wegen des Eingehens von Ehen mit „Andersgläubigen“, zumeist Lutheranern, aus der Gemeinschaft verstoßen hatten, nun sah er sich selbst nicht mehr an diesen Grundsatz gebunden.
1819 verstarb der Opponent Meyer, und Ludwig Seebohm konnte das Vertrauen der Quäker in Friedensthal zurückgewinnen. Nun jedoch gab es Quäker in Minden, die ihn nicht als Mitglied sehen wollten: Ihm wurde vorgeworfen, lediglich äußerlich fromm zu erscheinen. Die Gemeinde war gespalten, es gab leidenschaftliche Befürworter und ebenso leidenschaftliche Gegner einer erneuten Aufnahme. 1826 war es soweit, Seebohm stellte formal seinen Wiederaufnahmeantrag. Über Jahre wurde die Sache nun durch Verzögerungstaktiken, Vertagungen und langatmigen Schriftverkehr hinausgezögert. Seebohm, der immer älter wurde, verpflichtete sich in seiner Not sogar schriftlich, die Ermahnungen der Quäker in Zukunft anzunehmen – eine Erniedrigung, die ihm sicher nicht leicht gefallen ist. Doch der Wunsch auf Zugehörigkeit war stärker. Selbst eine kleine internationale Sonderkonferenz 1831 in der Angelegenheit Seebohm mit anwesenden Engländern und Amerikanern schien zu scheitern; als dann doch die Mindener Quäker – vermutlich unter Druck der anwesenden Ausländer – überraschend ihre Blockadehaltung aufgaben. Bereits in der Anwesenheitsliste der Geschäftsversammlung vom 1. Februar 1832 wird Ludwig Seebohm wieder unter den Anwesenden aufgeführt, gleich, wie in alten Tagen, oben an zweiter Stelle. Er arbeitete sofort wieder in den Angelegenheiten der Gemeinde mit. Viel Zeit war ihm jedoch nicht mehr vergönnt. Seebohm besuchte noch im Winter 1832/33 eine neue Quäkergemeinde, die in Barmen entstanden war (23), und machte 1833 seinen Traum wahr, die Jahresversammlung der Quäker in London zu besuchen. Dort wurde der bestens bekannte Seebohm wie ein Prophet gefeiert, und er erhielt für die deutschen Quäker 50 Pfund, um endlich wieder Quäkerbücher in Deutschland zu drucken (24). Kurz darauf, am 22. März 1835, ist Ludwig Seebohm in Friedensthal verstorben.
Blicken wir noch einmal auf die frühen 1820er Jahre, in denen Seebohm „No cross, no crown“ übersetzte. Aus dem Gesagten wird nun klar, warum sich Seebohm mit dieser Schrift besonders identifizieren konnte. Generell muss man sagen, dass wir aus dieser Zeit nicht so viel wissen, weil die Quäkerprotokolle meist nur Informationen zu Mitgliedern beinhalten. Dennoch sind ein paar Umstände bekannt: Die frühen 1820er Jahre waren für Seebohm eine besondere Krisenzeit. Erstmals hat er seinen Wohnsitz nicht mehr in Friedensthal, sondern ab 1821 bis mindestens Ende 1822 in Bielefeld, wo er am dortigen Gymnasium die englische Sprache unterrichtete. Er ist verarmt und pflegt enge Kontakte mit der evangelischen Kirche (25), wohl auch, um seine Stelle nicht zu verlieren. Ab 1824, als er wieder in Friedensthal wohnt, gab er auch den Kindern aus Quäkerfamilien wieder Unterricht. In dieses Jahr fiel noch ein ganz besonderes Ereignis: (26) 1824 traf Seebohm, in Begleitung der englischen Quäker Thomas Shillitoe (1754-1836) und Thomas Christy (1776-1846) in Berlin auf den preußischen König und den Kronprinzen, wobei die Quäker für Gewissensfreiheit und Duldung der kleinen Gemeinde im preußischen Minden eintraten. Eine geplante Weiterreise Seebohms nach St. Petersburg wurde aus nicht näher bekannten Gründen abgebrochen.
In diesen Jahren muss Seebohm die Übersetzung von „No cross no crown“ angefertigt haben. Von seinen anderen Projekten wissen wir, dass er nicht besonders schnell vorging, sondern solche Arbeiten vor sich herschob. Die Pläne einer ersten Übersetzung können durchaus weit zurückliegen. Schon im Jahre 1804 berichteten einige deutsche Quäker – Seebohm befindet sich nicht darunter – von dem Plan, „No cross no crown“ zu übersetzen. Die Engländer haben dieses Vorhaben jedoch nicht gefördert, und so ist erst einmal nichts daraus geworden (27). Seebohms Übersetzung von 1825 diente natürlich auch dazu, die deutschen Quäker zu beeindrucken. Ob sie davon zuvor wussten, ist eher unwahrscheinlich, da das Projekt in den Protokollen der deutschen Quäker nicht erwähnt ist, da Seebohm ja formal zu diesem Zeitpunkt kein Mitglied war. Andererseits hat er in den 1820er Jahren durchaus andere Bücher im Auftrag der deutschen Quäker übersetzt, die letztlich froh waren, einen unterbezahlten Übersetzer bei der Hand zu haben. Eineinhalb Reichstaler hat das Werk zunächst gekostet – das sind, bei aller Problematik von Umrechnungs- und Vergleichswerten, in etwa 17 Euro gewesen (28). Gedruckt wurde das Buch im Verlag von Heinrich Gelpke (geb. 1775) in Pyrmont, und von der Hofbuchhandlung des Georg Uslar wurde es vertrieben, die beide den Quäkern nahe standen und bei denen die Quäker auch andere Werke in den Druck gaben (29). Anders als in Preußen war es in Pyrmont, das zum liberalen Fürstentum Waldeck-Pyrmont gehörte, stets möglich, Quäkerschriften zu drucken. Die Hofbuchhandlung Uslar erwarb merkwürdigerweise 1825 die Messerfabrik zu Friedensthal, die von Quäkern gegründet worden war (30). Insofern ist es verständlich, dass die Buchhandlung nicht zögerte, ein Werk der Quäker zu diesem Zeitpunkt herauszubringen.
Leider hatten es schon die Quäker damals verpasst, für ihre Publikationen auch angemessen zu werben. Folgerichtig spielte sich die Rezeptionsgeschichte von „Ohne Kreuz keine Krone“ außerhalb des engen Kreises der deutschen Quäker ab. Die Zeit für dieses Buch war günstig gewählt, der Neupietismus stand vor der Tür. Schon 1847 erschien eine weitere Fassung unter dem gleichen Titel, die von dem Londoner Verlag „Wertheimer & Company“ gedruckt wurde. Ob hinter dem Druck englische oder deutsche Quäker standen ist ebenso unbekannt, wie oder ob diese Drucke nach Deutschland gelangten, oder ob sie für den nordamerikanischen Markt vorgesehen waren.
Vor diesen Übersetzungen spielte „No cross no crown“ bei deutschsprachigen Autoren keine nennenswerte Rolle, aus drei Gründen: Zunächst gab es in Deutschland einfach zu wenige Quäker als potentielle Leser. Dann bekämpfte und ignorierte das Luthertum alles, was nicht der eigenen Linie entsprach. Und schließlich wurde diese Arbeit von Penn irgendwie übersehen, da die Polemiken von Fox oder Nayler viel mehr Angriffsfläche boten. In den hunderten von deutschsprachigen Streitschriften des 17. und frühen 18. Jahrhunderts wird aus dem Werk sehr selten zitiert. Das berühmte Universal-Lexikon führt in dem Eintrag zu William Penn das Buch nicht einmal an (31). Allerdings gibt es ein kurzes Gedicht des niederrheinischen Pietisten Gerhard Tersteegen (1697-1769), das den Titel „Ohne Kreuz keine Krone“ trägt:

Ohne Kreuz keine Krone
Wer außer dir die wahre Ruh,
O teures Kreuz, vermeint zu finden,
Der ist betrogen, und dazu
Wird seine Kron’ der Glorie ganz verschwinden. (32)

Nach den zwei Drucken stieg selbstverständlich die Kenntnis von dem Text und man kann, wenn auch nur ansatzweise, weitere Reaktionen entdecken. 1825 erschien das „Schatzkästchen“, eine fromme Liedersammlung, die massenhaft vertrieben und vielfach aufgelegt wurde. Darin findet sich folgende Gegenüberstellung: „Ohne große Trübsal keine große Freude; ohne Kreuz keine Krone; ohne Kampf kein Sieg. Ohne Wehen keine Geburt“ (33). Der Autor ist ein gewisser Johannes Goßner (1773-1858), ein Berliner pietistischer Prediger. Wir wissen von seinen Quäkerkontakten, und 1832 wurde er von William Allen (1770-1843) aus England und Stephen Grellet (1773-1855) aus den USA besucht (34). Vermutlich hat diese Liedsammlung den Spruch erst so richtig bekannt gemacht. Gegenüber deutschen Lesern wurde 1847 in einem Schulbuch sogar behauptet, dieses sei der Wahlspruch von Penn gewesen (35).
1878 wurde der Grundstein der Großen Kreuzkirche in Hermannsburg (bei Celle) gelegt. Es ist ein Bau der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), eine Freikirche altkonfessioneller Prägung, die sich selbst als lutherische Bekenntniskirche bezeichnet. „Ohne Kreuz keine Krone“ wurde zum Wahlspruch dieser Gemeinde; er findet sich sowohl auf dem Grundstein gemeißelt als auch über dem Hauptportal der Kirche. In einer Selbstdarstellung der Gemeinde kann man dazu lesen: „Der Spruch „Ohne Kreuz keine Krone“ über dem Hauptportal der Kirche will sagen, dass es nur eine Brücke gibt, die über den Graben des Todes hinweg zu Gott führt, nämlich das Kreuz Jesu Christi“ (36). Ob die Gemeinde 1878 wusste, dass dieser Spruch, den der erste Pastor Theodor Harms auswählte, mit Penn zusammenhing, ist nicht bekannt. Da die Kreuzkirche entstand, weil dieser Pastor amtsenthoben wurde, als er sich weigerte, eine neue Trauagende zu benutzen und die junge Gemeinde viel Widerstand und Anfeindung auf sich zog, hat sie ihren Weg auch als Kreuzweg gesehen, aber im Sinne lutherischer Kreuzestheologie.
Zwar ist es richtig, dass der Spruch „Ohne Kreuz keine Krone“ heute eng mit William Penn verbunden ist, doch offensichtlich ist er wesentlich älter. Es soll der Wahlspruch von Florian Geyer (1490-1525) gewesen sein, ein fränkischer Ritter und Diplomat. Obwohl er adeliger Herkunft war, schloss er sich den Bauern an und kämpfte für eine Gesellschaft auf Grundlage des Evangeliums, wie es Geyer bei Luther, den er persönlich kannte, verstanden hatte. Der Spruch „Ohne Kreuz, keine Krone“ oder seine lateinische Variante „Nulla crux, nulla corona“ soll auf seinem Schwert eingraviert gewesen sein. Die Frage ist nur, ob es sich um eine historische Tatsache oder um eine Legende handelt. Bekannt wurde der Spruch durch seine Verwendung in Gerhart Hauptmanns historischem Revolutionsdrama „Florian Geyer“ aus dem Jahr 1896 (37). Eine Generation später wurde der Spruch im Nationalsozialismus neu gedeutet. Egon Harnapp sieht Geyer als „das Idealbild des deutschen Menschen, über dessen Leben gleichsam der auf seinem Schwert stehende Spruch zu stehen scheint: Ohne Kreuz, keine Krone (‚Nulla crux, nulla corona) (38). Robert Bauer (1898-1965), ein Politiker der NSDAP, setzt „Nulla crux, nulla corona“ als Wahlspruch über eines seiner Kapitel in einem Buch zu Irland (39). Dagobert von Mikusch, ein Verfasser scheinbar harmloser, im Grunde aber völkischer Abenteuer- und Reisegeschichten, gab 1941 irrtümlich an, der Spruch sei dem Wappen von Geyer entnommen (40). Auch nach 1945 wird „Ohne Kreuz keine Krone“ mit Geyer verbunden. Dieser Hinweise findet sich am Ende von Ernst Blochs „Atheismus im Christentum“ (41) ebenso wie in wissenschaftlichen Fachjournalen (42). Letztlich ist es nicht erwiesen, ob Geyer diesen Spruch überhaupt kannte (43) und falls ja, ob Penn davon wusste. Dies ist aber eher unwahrscheinlich, da Penn sein Buch im Tower zu London schon 1668 verfasste, seine Deutschlandreisen, auf denen er davon gehört haben könnte, aber erst 1671 bzw. 1677 unternahm.
In der Nachkriegszeit war von „Ohne Kreuz, keine Krone“ nicht viel zu hören. Ein Abschnitt „Kein Kreuz – keine Krone“ in einem Buch von Egon Larsen aus dem Jahre 1963 stellte sich als Jugendbuch heraus (44). Die Deutsche Jahresversammlung der Quäker in Deutschland und Österreich hat sich weder in ihren Publikationen noch in ihrer Vereinszeitschrift mit dem Werk beschäftigt, die einzige Ausnahme ist Emilia Fogelklou-Norlind (1878-1972), eine angesehne, wenngleich auch autoritäre schwedische Quäkerin. Fogelklou-Norlind schätzte die Schrift Penns nicht besonders und urteilt lapidar: „Für William Penn ist alles Theologische etwas Sekundäres“ (45). Das zeigt, dass Fogelklou-Norlind das Buch, über das sie spricht, wohl nicht einmal angesehen hat. Auch um in Zukunft solche Fehlurteile zu vermeiden ist diese Studienausgabe erarbeitet worden.

Anmerkungen:
1: Als Übersetzer wird im an und für sich zuverlässigen „Nineteenth century short title catalogue“ (Series I & II London 1801-1870, S. 127) „Lewis Seebohm“, also Ludwig Seebohm, als Übersetzer angegeben. Auch das Exemplar der Oxforder Universitätsbibliothek (Sig. Bodleian Library 1419 e.5328, http://www.ouls.ox.ac.uk) nennt Seebohm als Übersetzer.
2: Alle Angaben, soweit nicht anders angegeben, sind folgender (wesentlich ausführlicheren) Biographie Seebohms entnommen: Claus Bernet: Ludwig Seebohm (1757-1835). Founder of Friedensthal, in: The Friends Quarterly, 34, 1, 2004, S. 20-30.
3: Library of the Society of Friends (London) (zukünftig LSF), Meeting for Sufferings, XXXVIII, 1788-1791, S. 94-95.
4: Zudem ist eine weitere Inhaftierung für 1798 bezeugt, als Seebohm sich vor dem Magistrat zu Minden weigerte, seinen Hut abzulegen. Ein drittes Mal wurde er wenige Monate darauf im Oktober 1798 in Friedberg von französischen Soldaten inhaftiert, die ihn irrtümlich für einen Spion hielten.
5: „Recorded Minister“ hat nichts mit einem heutigen Minister im politischen Sinne zu tun, sondern meinte einen begabten Prediger, der die Zustimmung der Gemeinde zum unbezahlten Predigtamt hatte.
6: Kommunalarchiv Minden, WR 1, Nr. 15: Korrespondenz Ludwig Seebohm, 1797-1802.
7: Karl Christian Friedrich Krause: Anschauungen oder Lehren und Entwürfe zur Höherbildung des Menschheitlebens, 3, Leipzig 1892, S. 204. Krause hat jedoch von den Quäkern nicht viel verstanden und verwechselt sie mit den Herrnhutern.
8: LSF, MS 127, Pyrmont, Nr. 150: Ludwig Seebohm, Friedensthal, 15.4.1815. Freilich war es ein Problem, dass die Konfessionsschulen um keinen Preis ein Schulbuch angeschafft hätten, das von einem Quäker geschrieben wurde – völlig ungeachtet der Qualität.
9: Das ganze war eine Art frühes internationales Austauschprogramm, denn umgekehrt wurden Kinder aus Friedensthal für ein Jahr nach England geschickt.
10: Archiv der Christentums-Gesellschaft, DV 13, 17.
11: LSF, Meeting for Sufferings, XLII, 1815-1823; LSF, MS 127, Pyrmont, S. 153: Ludwig Seebohm an John Eliot, Hamburg, 19.3.1816. Während seines Aufenthaltes in Hamburg wohnte er im Petri-Kirchhof.
12: Hessisches Staatsarchiv Marburg, 118a Waldeckisches Kabinett Nr. 3429: Vier Schreiben zur Schuldforderung des Johann Christoph Saphir an Ludwig Seebohm, 1811.
13: Hessisches Staatsarchiv Marburg, 125 Waldeckische Kammer Nr. 3897, Brunnen- und Baudirektor Seebohm 1810-1817.
14: Hertfordshire Archives and Local Studies, DE/Se/C24/1, 27 12m 1814; Hertfordshire Archives and Local Studies, DE/Se/C24/8, 1817-1819: 5 letters from Johann, Samuel and William Seebohm, Pyrmont; Hertfordshire Archives and Local Studies, DE/Se/C24/17: Letter from Benjamin Seebohm to J. Hustler, Bradford, 1819.
15: Hertfordshire Archives and Local Studies, DE/Se/C24/1 18 October 1818.
16: Stadtarchiv Bad Pyrmont, 1668 bis 1848, A I 66.
17: LSF, MS 127, Pyrmont, Nr. 78: Ludwig Heydorn et al. an das Meeting for Sufferings, Pyrmont, 3.8.1808.
18: LSF, MS 127, Pyrmont, Nr. 105: Schreiben von Ludwig Heydorn an das Meeting for Sufferings, 7.1.1810; siehe auch Archiv Quäkerhaus Bad Pyrmont, Mappe V, Reich-Collection, III, 3-4.
19: LSF, MS 127, Pyrmont, Nr. 105: Schreiben von Ludwig Heydorn an das Meeting for Sufferings, 7.1.1810.
20: Zu den Einzelheiten siehe: Claus Bernet (Hrsg.): Deutsche Quäkerschriften, 2, Hildesheim 2007, S. 458-462.
21: LSF Continental Committee Minutes, 66.
22: LSF, MS 127, Pyrmont, Nr. 110: Ludwig Heydorn an London Yearly Meeting, Pyrmont, 1. bis 7.4.1811.
23: Claus Bernet: Wilde Ehen, andere Provokationen und eine Zichorienfabrik. Die erste Quäkergemeinde Barmens zur Zeit der Protoindustrialisierung um 1830, in: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 101, 2008, S. 95-108.
24: LSF, Meeting for Sufferings, XLIV, 1831-1839, S. 145.
25: Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Archiv des Kirchenkreises Herford, Nr. 28: „Was ich von den Quäkern weiß...“, Brinkdöpke, Herford, 16.2.1827.
26: Siehe dazu jetzt: Claus Bernet: 300 Jahre angloamerikanische Beziehungen in Berlin: Die Quäkerpräsenz vom 17. Jahrhundert bis heute, in: Jahrbuch Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte, 67, 2009, S. 113-132.
27: LSF, MS 127, Pyrmont, S. 84.
28: Thesaurus librorum rei Catholicae, Würzburg 1848, S. 626.
29: Etwa die Schrift „Ernste Untersuchung des Gebrauches, Krieg zu führen“, Pyrmont 1819.
30: Margarethe Tinnappel-Becker: Chronik von Löwensen, Bad Pyrmont 1988, S. 64.
31: Penn (Wilhelm), in: Großes vollständiges Universal-Lexicon, Aller Wissenschafften und Künste, Welche bißhero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden und verbessert worden, (...), XXVII, Halle 1741, Sp. 259-262.
32: Gerhard Tersteegen: Geistliches Blumen-Gärtlein Inniger Seelen, Franckfurt 1729, S. 671.
33: Johannes Gossner: Schatzkästchen enthaltend biblische Betrachtungen mit erbaulichen Liedern auf alle Tage im Jahre zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit, Berlin 1860, S. 316 (Erstauflage Leipzig 1825, also im Jahr des Erscheinens von „Ohne Kreuz keine Krone“).
34: Siehe Anm. 26.
35: Julius Kell: Biblische Lehrstoffe für den gesammten religiösen Unterricht in allen Classen evangelischer Volksschulen so wie für den Confirmandenunterricht, Leipzig 1843, S. 537.
36 http://cms.heidekirchen.de/pages/suedheide/uebersicht/groDFe-kreuzkirche-hermannsburg.php
37: Gerhart Hauptmann: Florian Geyer, Berlin 1896, S. 302.
38: Egon Harnapp: Masse und Persönlichkeit, Chemnitz 1933, S. 57.
39: Robert Bauer: Irland, die Insel der Heiligen und Rebellen, Leipzig 1938, S. 131.
40: Dagobert von Mikusch: Florian Geyer und der Kampf um das Reich, Berlin 1941, S. 230.
41: Ernst Bloch: Atheismus im Christentum. Zur Religion des Exodus und des Reichs, Frankfurt a. M. 1968, S. 353 (Gesamtausgabe, 14).
42: Heinz-Horst Schrey: Atheismus im Christentum? in: Frankfurter Hefte. Zeitschrift für Kultur und Politik, 24, 6, 1969, S. 418-428, hier S. 423.
43: In seinem auch heute noch maßgeblichen Werk zu Geyer erwähnt Barge den Spruch jedenfalls nicht; Hermann Barge: Florian Geyer. Eine biographische Studie, Berlin 1920, Reprint Hildesheim 1972. Viel wahrscheinlicher ist, dass Penn mit dem Titel an die Abschiedsworte seines gleichnamigen Vaters von 1670 erinnern wollte, die in Deutsch in etwa lauten: „Trage dein Kreuz, Lieber. Steh fest zu Gott, leg Zeugnis ab für deine Zeit und deine Generation. Und Gott wird dir die Ruhmeskrone der Ewigkeit geben, die niemand von dir nehmen kann“; Emilia Fogelklou: William Penn: Quäker und Staatengründer, Leipzig 1963, S. 50.
44: Egon Larsen: Kein Kreuz – keine Krone. William Penn, der Gründer Pennsylvaniens, in: Ders.: Rebellen für die Freiheit, Berlin 1963, S. 13-36. Schon vor Gründung der DJV war in Deutschland ein Jugendbuch zu Penn erschienen: Ilse Lange: Aus dem Leben des Quäkers William Penn, Berlin 1924. Inzwischen ist übrigens ein weiteres Jugendbuch zu Penn erschienen, nämlich von Kurt Rose: Der Sohn des Admirals. William Penn – Aufbruch in die Neue Welt, Basel 1991. Schon vor der Gründung der DJV war in Deutschland ein Jugendbuch zu Penn herausgekommen: Ilse Lange: Aus dem Leben des Quäkers William Penn, Berlin 1923.
45: Emilia Fogelklou: Die Stellung von James Naylor und William Penn zur Bibel, in: Der Quäker, 23, 11, 1949, S. 173-175, hier S. 175.




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