Samstag, 11. Februar 2012

Kommunist Hans Fladung (1898-1982)

Hin und wieder gibt das Bundesarchiv Akten frei, die auch Quäkergeschichte betreffen. Unter der Signatur "Sgy 30/1972/2)" (40-jährige Schutzfrist jetzt abgelaufen) kann man sich über den Sozialisten Hans Fladung (1898-1982) kundig machen.
1918 saß er im Soldatenrat Hannover und hat die Revolution gegen das Kaisertum unterstützt. Für die KPD gelangte er in den Preußischen Landtag, bis ihn 1933/4 die Nationalsozialisten verhafteten. Fladung war zwar bekennender Freidenker, kam aber während seiner Emigration in England in Kontakt mit den Quäkern. Aus der Zeit von 1938 bis 1946 existieren handschriftliche Berichte über die Quäker, bzw. über Fladungs Arbeit unter den Quäkern, die v.a. einen Einblick geben über die politische Demokratisierung Deutschlands, die von Quäkern nach 1945 mitgestaltet wurde.