Dienstag, 7. Februar 2012

REMID: Religionsstatistik zur Zahl der Religionsangehörigen

In unregelmäßigen Abständen ermittelt der Marburger Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e.V. anhand von Selbstauskunft die Mitgliedszahlen verschiedenster Religionsgemeinschaften in Deutschland, inzwischen auch der nichtchristlichen Gemeinschaften. Jetzt am 2. Februar 2012 sind die neuen Zahlen eingearbeitet worden. Dabei fällt auf, dass vom Ende der Religionen keine Rede sein kann; vor allem Islam und Buddhismus haben stark zugenommen, ebenso die christlich-orthodoxen Gruppierungen.

In Deutschland gibt es inzwischen auch Gemeinschaften, von denen die wenigsten jemals gehört haben dürften, wie die "Eritreisch-Orthodoxe Tewahedo Kirche", die immerhin vier Mal mehr Mitglieder hat als die DJV. Deren Zahl ist mit 250 angegeben (2005). Und kaum zu glauben: es gibt tatsächlich vier Gemeinschaften, die noch kleiner sind. Zieht man bei den Quäkern allerdings diejenigen ab, die seit Jahren oder Jahrzehnten nie etwas von sich haben hören lassen, und die älteren Mitglieder, die aufgrund von Erkrankung und anderer Lebensumstände nicht mehr in Erscheinung treten, reduziert sich die Gesamtzahl schnell auf etwa einhundert Aktivquäker. Nur oder immerhin, das ist die Frage.