Sonntag, 11. Dezember 2011

Kriegsdienstverweigerung - Militärdienstverweigerung

Die Geschichte der Kriegsdienst- oder Militärdienstverweigerungen wird größtenteils innerhalb der Geschichte des Dritten Reichs und des Zweiten Weltkriegs untersucht, und dann, wenngleich schon weniger intensiv, auch innerhalb der Geschichte der BRD und innerhalb der des Ersten Weltkriegs. Auch zur Wehr- und Kriegsdienstverweigerung, bzw. zu den Bausoldaten in der DDR liegen bereits verschiedene Untersuchungen vor. Eine im engeren Sinne wissenschaftliche Literatur zu dem Problem der Kriegsdienstverweigerungen von deutschen Quäkern existiert hingegen kaum. Lediglich in einigen älteren Arbeiten aus dem Umkreis der deutschen Quäker, die für die eigene Sache warben, wurde sich des Themas angenommen. Dass es aber im 19. Jahrhundert Kriegsdienstverweigerungen aus Gewissensgründen in Preußen gegeben hat, ist weitgehend unbekannt. Die hartnäckigsten Verweigerer, die unter keinen Umständen zum Waffendienst gebracht werden konnten, finden sich aber im Umfeld der Quäker, die ihr pazifistisches Denken auch durch Publikationen in ganz Deutschland bekannt zu machen suchten. 

Die Fälle kann man jetzt in einer umfangreicheren Online-Publikation nachlesen: 


Ich sollte vielleicht noch auf folgende lesenswerte Arbeit hinweisen, die bei Abschluss meiner Untersuchung noch nicht verfügbar war:


Christian Scharnefsky: ‚Aktiver Pazifismus’, radikale Kriegsdienstverweigerung und Religion. Die Beziehungen zwischen der War Resisters International, den Quäkern und dem International Fellowship of Reconcilliation 1920-1950, in: Helke Stadtland (Hrsg.): ‚Friede auf Erden’. Religiöse Semantiken und Konzepte des Friedens im 20. Jahrhundert, Essen 2009, S. 171-191.