Samstag, 26. November 2011

Die Quäker in Berlin: Höhepunkte und Tiefpunkte



Die Erforschung des deutschen Quäkertums hat, nach ersten wissenschaftlichen Publikationen in den 1920er Jahren, seit etwa dem Jahre 2000 eine erstaunliche und recht fruchtbare Renaissance erfahren. Bislang lag der Schwerpunkt der Forschung aber ganz auf dem 17. Jahrhundert und auf den Städten mit größeren Quäkergemeinden, wie Friedrichstadt, Emden oder Danzig. Wenig ist dagegen bislang über die Quäker und ihr Handeln in Berlin bekannt – immerhin gibt es dort eine dreihundert Jahre zurückreichende Geschichte.

Wiederholt kamen Reisende aus England oder den USA in die preußische Residenzstadt, um zu missionieren, später, um für soziale wie philanthropische Anliegen zu werben. Insbesondere wurden dabei Mitglieder des Königshofes regelmäßig aufgesucht. In den 1920 Jahren konstituierte sich sogar eine Berliner Monatsversammlung der Quäker, die das Dritte Reich und die DDR überdauerte. Diese Geschichte kann sich selbstverständlich nicht mit derjenigen der großen Konfessionen messen. Sie zeigt aber, dass Berlin als ideengeschichtliches Zentrum der Aufklärung und als Ort gelebter Toleranz auf religiösem Gebiet eine Vielfalt hat entstehen lassen, an der auch Quäker nicht unbeteiligt waren. Es gibt Interessantes zu entdecken, Gutes wie Schlechtes.
Die Geschichte der Berliner Quäker kann in folgendem Beitrag nachgelesen werden: „300 Jahre angloamerikanische Beziehungen in Berlin: Die Quäkerpräsenz vom 17. Jahrhundert bis heute, in: Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte (2009, ISBN 978-3-88981-257-5).
Die Themen sind:
  • Erste Missionsreise 1796.
  • Gefängnisarbeit in Spandau.
  • Elisabeth Fry am preußischen Königshof.
  • Quäkerspeisung in Berlin nach 1918 - die Berliner Quäker in der DDR.
  • Die Entwicklungen in der Planckstraße nach 1989