Samstag, 6. April 2013

Mit den Herausforderungen des Lebens kämpfende Quäker: Karl-Heinz Pollatz

In Bensheim gibt es im Monat April 2013 ein öffentliches Werkstattgespräch über die Teilnahme von Quäkern während des Zweiten Weltkriegs. Da ich gebeten worden bin, auch zu den Quäkern einen Beitrag in diesem Kreis zu leisten, bin ich der Bitte gerne nachgekommen. Mich interessiert dieser Gegenstand seit Jahrzehnten und ich habe mich verschiedentlich mit dem Thema Kriegsdienstverweigerung beschäftigt, zuletzt mit dem kleinen Beitrag „Kriegsdienstverweigerung im 19. Jahrhundert“ (in: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit, 12, 2, 2008, S. 204-222).
Ebenso lange erforsche ich den Lebenslauf von Karl-Heinz Pollatz (geb. 1919 in Dresden, †1945 in Grabina). In dem Vortrag wird es um die spezielle Frage gehen, wie man als Quäker in der Wehrmacht dienen konnte, u.a.
-inwiefern Pollatz mit dem pazifistischen Gedankengut der Quäker vertraut war
-Fluchtpläne in die USA, dazu ein Brief von John M. Harvey
-die merkwürdige Promotion: „Tod durch Elektrizität“ (Münster 1944)
-Kampfeinsätze im Infanterie-Ersatz-Bataillon 37 und bei der 58. Infanteriedivision an der Ostfront
-Gedenken und Gedenkkultur nach 1945 - Fragen an uns heute.

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