Sonntag, 29. Juli 2012

Clifford Barnard: Hilfsarbeit in der Nachkriegszeit

Dieses Buch möchte ich allen empfehlen, die sich für die Hilfstätigkeit der Quäker in Deutschland von 1945 bis 1947 interessieren, oder sie noch selbst erlebt haben. Clifford Barnard hat an diesen Hilfsaktionen als junger Mann teilgenommen - es gibt noch ältere deutsche Quäker, die sich an ihn erinnern.
Clifford Barnard war Teil der Friends Ambulance Unit und arbeitete schon 1945 in einem Sammellager in Sandborstel. Später war er dort für das Rote Kreuz tätig.

Barnard war einer der Kriegsdienstverweigerer, die solche Sozialdienste nicht freiwillig leisteten, sondern dazu verpflichtet waren. Oft war die Zeit des Sozialdienstes drei Mal so lang wie der Kiegsdienst, was eine besondere Strafe sein sollte. In seinen Briefen nach England kann man etwas über seine pazifistischen Überlegungen und Motive erfahren, seine Kontakte zu deutschen Quäkern und zu Plänen, wie das neue Deutschland demokratisiert werden sollte. Dank eines guten Registers ist es möglich, schnell zu bestimmten Personen und Zusammenhängen etwas zu finden, falls man das insgesamt recht umfangreiche Werk nicht im Ganzen lesen möchte.

Clifford Barnard: Binding the Wound of War. A young relief worker's letters home 1943-47, Pronoun Press,  2011.
ISBN: 978-0-9556183-6-9
10,95 £



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