Donnerstag, 5. Januar 2012

Gesundheitsschokolade: von Rasche zu Cadbury

Vor einigen Tagen wurde mir aus den USA folgende hübsche Etikette zugeschickt:

Louis Rasche war einst "Schreiber" (Vorsitzender) der Quäkergruppe in Minden. 
Die kleine Fabrikation war ursprünglich gemeinsam mit Friedrich Schmidt gegründet worden und firmierte zunächst unter dem Namen „F. Schmidt Erben, Johann und Jacob Rasche“, dann unter „Fabrik für Kaffeesorogat nach Vorschrift eines berühmten Homöopathen“ und schließlich unter „Rasche und Günther“ (auch „Rasche & Co“). Dass Homöopathie und Diätik auch auf einen Quäker zurückgehen, ist wenig bekannt. Ein Benediktinerpater Feyjoo hatte Arbeiten des englischen Quäkers John Fothergills aus dem Spanischen ins Deutsche übersetzt. Herausgegeben wurde der frühe Ratgeber lebensreformerischen Charakters 1790 von Christian Friedrich Michaelis, einem Doktor der Heilkunde und Arzt am Johannis-Hospital zu Leipzig. Es ist gut möglich, dass Louis Rasche das kleine Büchlein, in dem auch Kaffee und Schokolade eine Rolle spielen, kannten. Das Rezept zur Schokolade hatten die Rasches übrigens von den englischen Schokoladenfabrikanten Cadbury bekommen.