Mittwoch, 2. April 2014

Herbert Friedrich Witzel: Buch über die Quäker in Berlin

Das Quäkertum durchzieht das Leben von Herbert Friedrich Witzel wie ein roter Faden. Unter anderem hat er auf einem pazifistischen Brüderhof in England gelebt und war um 2002/03 immer wieder zu Gast in der Planckstrasse. Zu dieser Zeit hatte ich auch einmal für Witzel das Quäkertum bei einer Berliner Baptistengemeinde vorgestellt.
Beeindruckende Spiritualität: Herbert Friedrich Witzel 
Nach längeren Vorüberlegungen hat der Schriftsteller Witzel sich nun entschlossen, ein kleines Buch über die Quäker in Berlin zu schreiben – so etwas gibt es tatsächlich noch nicht. Den letzten Ausschlag gab das irische Volkslied „Merrily kiss the Quaker's wife“, welches die Harfensitin Nadia Birkenstock im September diesen Jahres in Berlin präsentieren wird (eigene Ankündigung folgt) – eine Veranstaltung, die von Witzel organisiert wird.

Da ich das Vorhaben von Herrn unterstützen möchte und beratend zur Seite stehe, hatten wir bereits ein erstes Treffen mit Überlegungen, Ideen, Inspirationen. Dabei fragte ich nach den zentralen Berührungspunkten zu den Quäkern in seinem Leben. Witzel zog ein kleines Büchlein hervor und sprach über das Gedicht „Das Ewige ist still“ von Wilhelm Raabe, der wie Witzel aus Braunschweig stammt. Zentral (für Quäker) ist die dritte Strophe: 
„Das Ewige ist stille
laut die Vergänglichkeit;
schweigend geht Gottes Wille
über den Erdenstreit“.

Dieser Spruch hing nun während der Zeit des Nationalsozialismus im Flur des Berliner Quäkerbüros. Viele Verfolgte, Juden, Kommunisten und Sozialdemokraten haben diese Zeilen gelesen und sich ihre Gedanken dazu gemacht. Ob es nun „Zufall“ ist oder nicht: genau diese Zeilen wurden wenige Tage, bevor ich Witzel zu Gast hatte, in der Sonntagsandacht der Berliner Quäker ausgesprochen.


Herbert Friedrich Witzel:

-1949 in Braunschweig geboren, zog 1971 nach Berlin, wohnt seit 2013 in Neukölln. Nach dem Studium der Germanistik und Pädagogik und ersten schriftstellerischen Arbeiten in den 1970er Jahren folgte eine 15 Jahre lange schöpferische Pause. 
-Seit 1989 im kaufmännischen Bereich tätig
-Seit 2006 Mitarbeiter beim "Berliner Büchertisch e.V."
-Seit 1995 schreibt Herbert-Friedrich WiTzel wieder, nach Buchveröffentlichungen jetzt auch für den "BrückenBauer Friedrichshain-Kreuzberg interkulturell" und für den "Neuköllner Dschungel - Zeitschrift für Kiez und Kultur". 
-Seit 2012 verstärkte Konzentration auf eBooks. 
-Seit 2013 gibt es "WiTzels Lied- und Lesebühne" nach dem Motto: "Alles wirkliche Leben ist Begegnung"(Martin Buber).

1 Kommentar:

Herbert Friedrich Witzel hat gesagt…

Lieber Claus Bernet,
vielen Dank für diesen Bericht.
Gruß, Herbert Friedrich Witzel