Montag, 30. April 2012

Inhaltsverzeichnis Heft 1 2012

Hier folgt (in Auswahl) das Inhaltsverzeichnis der letzten Quäkerausgabe Heft 1 2012, Jahrgang 86:

Maurice de Coulon: Gedanken zur Ökumene.
Nigel Dower (aus England): Thema Atheismus.
Michael Seeber: Aufgeklärtes Christentum
-wobei der Autor klar Position bezieht und den Quäkern empfiehlt, sich vom Christentum zu verabschieden.
Martin Januschek: zum Übersetzungsproblemen bei dem Quäkerspruch „That of God“
(offenbar eine Serie – im nächsten Heft geht’s mit „Attenders“ weiter).
Lutz Caspers I: zum Rundbrief
-Der Verfasser plädiert dafür, Berichte/Informationen über die DVJ in einem Rundbrief nur noch an die Mitglieder zu verschicken. Den Brief hat es tatsächlich einmal gegeben, bis 1989. Leider hatte ich meinen Blogeintrag zu den Vorteilen einer Onlineausgabe schon verfasst, nachdem ich diesen Text vorgefunden habe. Lutz Caspers spricht sich für eine Wiederbelebung dieser Briefe aus und möchte auch schon ein Amt dafür einrichten – ich kann davon nur abraten. Die DJV braucht nicht ein neues geheimes Blättchen für wenige Mitglieder, sondern endlich eine vorzeigbare Webpage, auf der sich Mitglieder und Besucher auch zu Worte melden dürfen, meinetwegen moderiert. Zudem: wenn jetzt schon zweimonatig kaum ein Zeitschriftenheft mit Inhalt gefüllt werden kann, woher soll dann der Content für den Mitgliederbrief kommen?
Lutz Caspers II: Beitrag (bzw. Einsendung) zum Thema Ausschluss von Mitgliedern.
-„Große Gefahr durch fehlende Einsicht“ lautet die Überschrift. Da fragt man sich nur, ob die (angeblich) fehlende Einsicht eine nachträgliche Kritik an denen ist, die den Aussschluss vorgenommen haben, oder an dem Ausgeschlossenen. Es ist (bewusst?) unklar formuliert, in beide Richtungen kann der Text gelesen werden. Der damals Ausgeschlossene war übrigens Dietrich Reckefuss, das ist kein Staatsgeheimnis. Was uns hier verschwiegen wurde: der arme Quäker wurde damals u.a. auch wegen des Tragens eines Bartes ausgeschlossen!
Kleine Nebenbemerkung: gerade heute, als ich unterwegs in einem Text von 1827 über Johann Rasche gelesen habe, fand ich zu Hause einen Anruf von Friedrich Rasche auf dem AB vor. Dies ist ein Ururenkel eben dieses Johann Rasches! Da frage ich mich nur, was das Schicksal damit sagen will...



Gisela Faust: Bericht über die Kindertransporte.
-der für mich interessanteste Bericht in diesem Heft.
Annie Jansen: Quäker-Familienfreizeit in Hirschluch
Laurina Pfeiffer über ein Praktikum bei QCEA
Lutz Caspers III.: Quäker-Unterlagen im EZA in Berlin.
Ich dürfte einer der wenigen Leser sein, die intensive (überwiegend positive) Erfahrungen mit der Benutzung dieses Archivs haben. Den Aufruf von Lutz Caspers kann ich unvorbehalten unterstützen:
„-stellt in Gruppen und Bezirken fest, ob es weitere Materialien gibt und schickt sie mir“ (also der Verfasser meint vermutlich das EZA, und nicht seine Privatwohnung).
-fragt ältere Mitglieder, ob sie Materialien haben und sie dem Archiv übergeben wollen!
-wer hat wichtige Quäkerliteratur, die dem Berliner Archiv zur Verfügung gestellt werden kann?“
Suanne Odeh: Über ein Seminar (Schweden): „Zuhören in andächtiger Aufmerksamkeit“

Dann, auf Seite 40, eine Pressemitteilung von Church and Peace. Der Verfasser ist ein „xxx“, den ich noch nicht kenne.

Und zum Schluss des Heftes noch eine Einladung: nach Kehl, zur dortigen Kehl-Straßburger Andachtsgruppe. Kürzlich war Mike Zipser bei mir in Berlin zu Gast, den man in etwa als „Gründer“ oder doch als das Herz dieser lebendigen Gruppe bezeichnen kann. Ich halte die dortige Quäkergruppe, die ich auch persönlich erlebte, als die interessanteste und vielversprechendste im ganzen kontinentaleuropäischem Raum: es gibt keinen Schreiber, keine Hierarchien, keine Mitgliedschaft/Nichtmitgliedschaft, keine Delegierungen – und dennoch kommen bis zu zwanzig Personen zu einer Andacht.