Sonntag, 30. Juni 2013

Jubiläum 2014: der Romanautor Jan de Hartog (1914-2002)

Jan de Hartog war ein niederländischer Autor, welcher in Haarlem am 22. April 1914  geboren wurde, wo er auch aufwuchs. Sein Vater war Arnold Hendrik, ein Professor und calvinistischer Prediger, seine Mutter Lucretia de Hartog, eine Universitätsdozentin mit einem Schwerpunkt auf mittelalterlicher Mystik.
In seinen Jugendjahren fuhr er zur See, wo er viel Material für seine meist auch autobiographisch geprägten Erzählungen gewann. Im Alter von 16 Jahren war er für ein Jahr auf dem „Koninklijk Instituut voor de Marine“, ohne Abschluss. „Diese Schule ist nichts für Piraten“ soll man ihm nachgerufen haben. Bis 1932 arbeitete er als Kohlenschlepper im Amsterdamer Hafen. Gerne übernahm er die Nachtschicht, und begann, tagsüber Kurzgeschichten und bald auch Romane zu schreiben. In diese Zeit fällt seine erste Ehe mit Vidia, aus der eine Tochter und ein Sohn hervorgingen.

Source: wikimedia



Sonntag, 23. Juni 2013

Die Waldschule des Quäker-Ehepaars Pollatz

Nun also folgt endlich der versprochene Bericht!

Viele der handschriftlichen Lebenserinnerungen zu der Waldschule in Dresden-Klotzsche werden in der Autographensammlung der SLUB, also der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek, aufbewahrt, darunter auch solche der ehemaligen Schüler und Schülerinnen der Waldschule.



Was von außen wie ein Westwallbunker aussieht, ist innen ein Schatzkästlein nicht allein der Pollatz-Forschung: die inzwischen nicht mehr ganz so neue SLUB in Dresden (2012).

Kennt man deren Namen, ist es für jeden Benutzer relativ einfach, an neue Quellen heranzukommen – entweder über Sammlung in Bibliotheken bzw. Archiven oder über Kontaktieren von Nachgeborenen. Beides beschäftigt mich schon seit Jahren. Von dem, was ich bekommen habe, möchte ich jetzt gerne etwas an andere zurückgeben. Daher berichte ich heute über einige Aspekte der Waldschule zu Klotzsche, die vielleicht noch nicht so bekannt, aber durchaus interessant sind.

Sonntag, 16. Juni 2013

In eigener Sache: Quäker und Jude Richard Ullmann

In dieser Woche ist meine kleine Biographie zu Richard Ullmann erschienen:


Sonntag, 2. Juni 2013

John Lampen: Speaking truth to power – Ein Workshop zur Konfliktbearbeitung

Absolut lohens- und empfehlenswert für Quäker und Nichtquäker ist folgende Veranstaltung:

Speaking truth to power – Ein Workshop zur Konfliktbearbeitung

Zu diesem Workshop über Methoden der Konfliktbearbeitung laden der Arbeitskreis Frieden im Evangelischen Kirchenkreis Braunfels sowie das ökumenische Netzwerk Church and Peace gemeinsam ein. Leider findet die Veranstaltung in „Niedergirmes“, also so ziemlich a.A.d.W. statt, so dass nur diejenigen teilnehmen können, die das notwendige Reisebudget dazu haben. Öffentlichkeit wird dadurch wohl kaum erzeugt, obwohl das Thema einen großen Teilnehmerkreis verdient hätte:

„Speaking truth to power“ (Mächtigen die Wahrheit sagen) lautet der Titel eines bedeutenden Quäkerbuches, das die älteren Quäker prägte und inspirierte – jüngere kennen es kaum. John Lampen (geb. 1938) ist Quäker,

©Mit frdl. Genehmigung von J. Lampen


Corder Catchpool (1883-1952)

Corder Catchpool wurde als das zweite von sieben Kindern von Thomas Kingham Catchpool und Florence Emma Pettifor (1856-1941/42) am 15. Juli 1883 in Leicester geboren. Als er zwölf Jahre alt war, zog seine Familie nach Guernsey. Hier besuchte er die Guernsey High School und anschließend, im Alter von fünfzehn Jahren, die Quäkerschule in Sidcot (Somerset). Nach zwei Jahren wechselte er zu der Bootham School in York, ebenfalls eine Schule für Quäker. Die Schuljahre waren für ihn keine leichte Zeit, doch Dank seines hervorragenden Footballspielens erwarb er sich Achtung und Anerkennung bei seinen Kameraden.
Durch seine Quäkererziehung war Corder Catchpool fest im Pazifismus verankert. Bereits seine Berufsentscheidung im Alter von neunzehn Jahren war von der Überlegung beeinflusst, den Mitmenschen zu dienen. Wegen bescheidener finanzieller Verhältnisse konnte er sich allerdings kein Medizinstudium leisten und entschied sich für die Laufbahn eines Ingenieurs. 1902 begann er eine sechsjährige Lehre zunächst bei James Holton, einem Londoner Lokomotivbauer der Great Eastern Railway und anschließend bei Greenfield Cotton Mill in Darwen, Lancashire. Parallel dazu erwarb er ein Zertifikat (B. Sc.) an der London University in dem Fach Mechanik. Diese Arbeit gab ihm keine Befriedigung. Er verkehrte häufig in den Armenvierteln Londons und kannte die Nöte der Arbeitslosen, Minderbemittelten und Kranken.

Daisy Hoffner: Vortrag zum "Kindertransport"

In London hat man am 15. Juni 2013 Gelegenheit, Daisy Hoffner sprechen zu hören. Hoffner ist annährend 90 Jahre alt und besucht noch immer die Andacht der Quäker zu Hampstead. Ihr Vortrag geht über ihre Erinnerungen in Nazi-Deutschland, das Ende des Dritten Reiches und ihre Ankunft in England durch den Kindertransport. Während des Vortrages werden auch Originaldokumente aus dieser Zeit gezeigt.

Die genauen Daten:

15.6.2013, 11 Uhr
Library of the Religious Society of Friends
Friends House
173 Euston Road
London NW1 2BJ